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Selbsthilfegruppe für Eltern verstorbener Kinder geplant

Auf Initiative von zwei Müttern ist im November 2019 die Gründung einer Selbsthilfegruppe für Eltern verstorbener Kinder geplant.

Auf Initiative von zwei Müttern, die beide ihre Töchter verloren haben, ist im November 2019 die Gründung einer Selbsthilfegruppe für Eltern verstorbener Kinder geplant. Dies teilt die Leiterin der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe am Landratsamt Haßberge (KOS), Monika Strätz-Stopfer, mit.

 

„Wir sind 2 Mamas, die ihre Töchter auf unterschiedliche Weise verloren haben. Einmal durch einen tragischen Verkehrsunfall und einmal durch Krankheit. Jeder der schon einmal einen geliebten Menschen verloren hat, weiß wie es sich anfühlt. Der Verlust eines Kindes ist aber - denken wir - das Schlimmste, was man sich vorstellen kann. Egal wie alt die Kinder sind. Nichts ist mehr wie es einmal war. Plötzlich ist eine große Leere da.“, beschreibt die eine Mutter ihre Situation.

 

„Wir kannten uns vor dem Verlust unserer Kinder noch nicht. Aber durch eine gemeinsame Freundin haben wir uns kennengelernt. Es hat uns sehr gut getan sich einmal mit einer anderen betroffenen Person darüber auszutauschen. Manchmal ist es sehr schwer in der eigenen Familie bzw. im Freundeskreis darüber zu reden. Man möchte ja keinen zusätzlich damit belasten.“, führt sie weiter aus. Diese Überlegungen brachten die beiden Frauen auf die Idee, eine Selbsthilfegruppe ins Leben zu rufen um sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen.

 

„Miteinander reden, zuhören, lachen, weinen oder dem Alltag einfach mal ein Stückchen Normalität zurückgeben.“, das wünschen sie sich von der Gruppe. „Die Zeit heilt alle Wunden. Dieser Spruch stimmt nicht. Die Wunde wird uns ein Leben lang begleiten. Wir können Sie aber zusammen ein wenig verkleinern,“ ergänzt die andere Mutter.

 

 

Alle betroffenen Angehörigen, die an einem ersten Treffen der Gruppe teilnehmen oder sich unverbindlich informieren wollen, können sich bei der KOS entweder telefonisch unter der Nummer 09521/27-313 oder per Email unter kos@hassberge.de melden. Der Termin des ersten Treffens wird dann jedem Interessierten persönlich mitgeteilt und in der Presse veröffentlicht. Selbstverständlich werden alle Anfragen vertraulich behandelt.

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